Neues Bündnis für den Norden

Zusammenarbeit der Evangelischen Akademien

Foto: S. Hofschläger / Pixelio

Mit der Auftaktveranstaltung im Beisein von Bischof Gothart Magaard gründet sich am 17. Januar in Kiel das „Evangelische Akademiebündnis Schleswig Holstein“. „Mit diesem Bündnis möchten wir die Evangelische Akademiearbeit in Schleswig-Holstein stärken“, so der Bischof. Aufgabe der bundesweit vertretenen Evangelischen Akademien ist, verschiedene Gruppen des öffentlichen Lebens miteinander ins Gespräch zu bringen und den geellschaftlichen Dialog der Kirche mit Fachleuten und Entscheidern zu fördern. Dies geschieht unter anderem durch öffentliche Diskussionsveranstaltungen
Partner des neuen Bündnisses sind die Kirchenkreise des Sprengels Schleswig und Holstein – also auch der Kirchenkreis Rantzau-Münsterdorf – ebenso wie Dienste und Werke der Nordkirche, darunter das Zentrum für Mission und Ökumene, der Kirchliche Dienst in der Arbeitswelt und das Frauenwerk sowie die Diakonie. Leiter der Evangelischen Akademiearbeit in Schleswig-Holstein ist der theologische Leiter des Christian Jensen Kollegs im nordfriesischen Breklum, Pastor Friedemann Magaard. Die eigens geschaffene Stelle des Studienleiters hat Pastor
Joachim Kretschmar übernommen, sein Dienstsitz befindet sich ebenfalls in Breklum.
Die Aufttaktveranstaltung mit Empfang findet am 17. Januar um 19 Uhr in der Halle der Kieler Landesbibliothek, Wall 47, statt. Prof. Dr. Fabian Virchow hält einen Vortrag mit dem Titel: „Was hält die Gesellschaft zusammen? Zum Umgang mit Spaltung in Politik und Gesellschaft“. Der Eintritt ist frei, Anmeldung unter: www.akademie-nordkirche.de

(Foto: S. Hofschläger / Pixelio)

Visionen für die Landkirche gesucht

Arbeitsgruppe erstreckt sich über vier Kirchenkreise

Die Kirchengemeinden auf dem Land stehen mittelfristig vor Veränderungen. Sie werden weniger Mitglieder haben. Außerdem wird es zirka ein Drittel weniger Pastorinnen und Pastoren sowie Kirchenmusiker und andere Fachkräfte geben, die kirchliches Leben wesentlich gestalten. Freiwilliges Engagement wird stärker gefragt sein und das Gemeindeleben wesentlich prägen. In vielen Kirchengemeinden werden sich die Aufgaben weiter verändert haben.
Viele Gründe für die Kirchenkreise Rantzau-Münsterdorf, Dithmarschen, Rendsburg-Eckernförde und Schleswig-Flensburg das Entwicklungsprojekt „Kirche in ländlichen Räumen 2030“ ins Leben zu rufen. Denn zurzeit fehlen vielerorts noch Ideen, wie das kirchliche Leben unter neuen Bedingungen gestaltet werden kann.
Das neue Projekt möchte Abhilfe schaffen: Es ist konzipiert für 17 Seminartage mit acht Bausteinen und einer Lernreise, bei der Kirchenvertreter Wirtschaftsunternehmen oder öffentlichen Institutionen zu Studienzwecken besuchen. Der Kirchenkreis kann zwei Teams aus Haupt- und Ehrenamtlichen entsenden und finanziell unterstützen. Die Vertreter kommen aus Gemeinden des selben ländlichen Raums. Es können KGR-Mitglieder sein, Kirchenmusiker, Jugendmitarbeiter, Pastoren oder andere. Sie nehmen die Zukunft ihrer Kirchengemeinde in den Blick, indem sie ihre Rollen reflektieren und Visionen für ihrer Region entwickeln.
Der daraus folgende Veränderungsprozess – der bewusst ergebnisoffen angestoßen wird – soll dann mit konkreten Projekten umgesetzt und später ausgewertet werden. Thorsten Gloge, Pastor für Gemeinde und Personalentwicklung, zeigt die Vorteile für die Kirchengemeinden auf: „Die Teams erwerben theoretisches und praktisches Wissen über Veränderungsprozesse. Außerdem steigen die Chancen, attraktive Bedingungen für haupt- und ehrenamtliches Arbeiten zu bieten und Pfarrstellen zu besetzen.“


Grundschüler laufen für ostafrikanische Straßenmädchen

352 Euro aus St. Margarethen kommen dem Staßenkinder-Projekt in Kenia zu Gute

Für diesen Erfolg gab es donnernden Beifall – und den typischen kenianischen Zungenapplaus. Die Jungen und Mädchen der Grundschule in St. Margarethen hatten die kenianische Art des Beifalls mit Ökumenepastor Jens Haverland spontan einstudiert, um sich gebührend über die Spendensumme zu freuen, die sie einem Projekt der kenianischen Partnerkirche zukommen lassen werden.
352 Euro stellt der Förderverein der Grundschule für die Unterstützung von Mädchen in dem ostafrikanischen Land zur Verfügung. Das Geld war auf sportliche Weise zusammengekommen, beim traditionellen Sponsorenlauf. Eltern und Freunde spendeten Geld pro gelaufene Minute der Kinder. Das konnte teuer werden, denn einige fitte Mädchen und Jungen unter den 160 Grundschulkindern waren über eine Stunde unterwegs.
Die Hälfte des Erlöses geht nun ans Pangani Lutheran Children Center (PLCC), das Straßenmädchen Unterkunft und Ausbildung ermöglicht. Diese Spende war nicht der erste Beitrag der Grundschüler für das Straßenkinder-Projekt. Eine große Schautafel in der Grundschule zeugt von zahlreichen Aktionen und Begegnungen, die den schleswig-holsteinischen Kindern die Lebenssituation in Kenia bereits nahe gebracht haben. Der Kirchenkreis Rantzau-Münsterdorf, der seit mehr als zehn Jahren eine Partnerschaft nach Kenia unterhält, ist in engem Austausch mit den dortigen Verantwortlichen.